Einem Menschen seine Welt verbessern

Das diesjährige Motto der Nachbarschaftshilfe Wenzenbach e.V. bringt den Sinn deren Arbeit wieder einmal auf den Punkt: „Einem Menschen zu helfen, mag nicht die ganze Welt verändern, aber es kann die Welt für diesen, einen Menschen verändern!“. 
Der 1. Vorstand, Hans-Peter Semmler, begrüßte zur Jahresversammlung 2026 im Gasthaus „Kneißl“ 60 Mitglieder und dankte allen für ihre Einsätze sowie die vielfältigen Tätigkeiten im Hintergrund. 
Mit einer Schweigeminute wurde zu Beginn an die verstorbenen Mitglieder Heinz Romek, Jürgen Bernert, Wilhelm Distler und Ute Stellmacher gedacht.
222 Mitglieder zählt der Verein aktuell – der umtriebige Vorstand kann hier zufrieden sein mit seiner Werbeleistung u. Überzeugungstaktik! Dieser fielen u.a. auch die Bürgermeister Sebartian Koch und Ewald Fischer, der als Vertreter der Gemeinde ebenfalls anwesend war, „zum Opfer“.

Jeder von uns kann von heute auf morgen in die Situation geraten, Hilfe von außen zu benötigen. Und da ist ein tatkräftiges Nachbarschaftshilfe-Team Gold wert, was auch der 2. Bürgermeister lobend erwähnte und dem Verein für seine Arbeit dankte.
Viele Anfragen von Hilfesuchenden konnten abgearbeitet werden - koordiniert werden diese von den „Dreien der Hotline“: Hildegard Nischl, Gerhard Grüner und Erwin Riedl. Unter der Nr. 812 1800 sind sie erreichbar und ziehen mit Übersicht und Geschick die Fäden zwischen Hilfesuchenden und Helfern – ein besonderer Dank gilt ihnen für ihre unschätzbare Arbeit. 
Insgesamt waren 43 Helfer*innen aktiv tätig: Unter anderem fielen 267 Stunden für Fahrdienste an. 119 Stunden wurden für Besuche und Kontakte geleistet und 193 Stunden für Hilfe bei PC- u. TV-Problemen. Für letzteres werden zur Unterstützung des bisherigen Teams noch aktive Helfer gesucht, die auf dem Gebiet etwas Erfahrung mitbringen - bitte gerne beim Verein melden! 
1091 Stunden – so viel brachten die Helfenden beim Dienst am Bürger zusammen! Nicht mitgezählt wurden hier die geleisteten Stunden im Hintergrund (klassische Vorstandsarbeit, Erstellen von Statistiken, Vorbereitung für Veranstaltungen etc.). Die Gewinnerin einer Schätzfrage hierzu konnte sich über eine Tasse mit einem Motiv von Wenzenbach freuen. 
Der beste Schätzer der Frage, wie viele Gegenstände ins Reparatur-Treff gebracht wurden, erhielt einen Bit-Satz. Die richtige Lösung waren 277 Gegenstände, hauptsächlich Haushaltsgegenstände, die an 12 Abenden (immer am 2. Donnerstag eines Monats) in der Irlbacher Schule von den inzwischen 13 Reparateuren angesehen und zum Großteil auch repariert werden konnten. Ca. 450 Stunden hat sich dieses Team dort eingebracht. 
Dank der Spendenbereitschaft der zufriedenen Bürger*innen, die dankbar sind für dieses Reparatur-Angebot, kann nicht nur die Werkzeug-Kiste gut bestückt werden, sondern auch andere Institutionen unterstützt werden: z.B. die Sternstunden. 
Um die Reparateure bei Kräften und die Wartenden bei Laune halten zu können, freut sich das Team immer über leckere Kuchen- u. Schmankerl-Spenden, wie z.B. Leberkäse u. Kartoffelsalat von der Familie Bradfisch-Schiller oder den Kuchenspenderinnen, deren Handrührgerät nach erfolgreicher Reparatur wieder seinen Dienst leistet. Ein herzliches Dankeschön! 

Ein kleiner Rückblick auf die Helfertreffen und Vorstandssitzungen (bei denen geplant und koordiniert wird, Abläufe u. Probleme diskutiert und gemanagt werden), sowie auf die stattgefundenen Veranstaltungen gab einen Überblick über das Engagement aller Beteiligten.
Um nur einige zu nennen: Handy-Beratung (1 x im Monat auf dem Wochenmarkt am Rathausplatz), Brandschutz-Seminar, Fahrrad-Flickkurs für Kinder (der mit so viel Begeisterung und Eigeninitiative der „Bastler und Schrauber von morgen“ angenommen wurde, dass eine Wiederholung geplant ist!), Rama dama zusammen mit den anderen Vereinen des Ortes, Vorträge zu Demenz, Legosteine-, Brillen- u. Hörgeräte-Sammlung, Fortbildungsveranstaltungen beim Landratsamt, uvm. 
2025 fand sogar eine sehr erfolgreiche Tombola des Vereins auf dem Weihnachtsmarkt zugunsten der Sternstunden statt! Hier gilt der besondere Dank des Vorstands auch der Spendenbereitschaft der Wenzenbacher Firmen, ohne die das so nicht möglich gewesen wäre! Und dem einfallsreichen Requisiten-Bauer Heinz Schlichting, der mit seinen Arbeiten immer wieder für den nötigen Hingucker sorgt. 
Hier auch noch ein kleiner Hinweis auf die Vereinskarte (kann gerne bei der Nachbarschaftshilfe angefordert werden) und die Pfandbon-Box im EDEKA-Markt Dirnberger in Wenzenbach: sie bescherten dem Verein 2025 unerwartete Spenden - hier bestätigt sich wieder einmal: „Kleinvieh macht auch Mist“. 
Die Kassenprüferin Sandra Riedl bestätigte den vorgetragenen Kassenbericht u. lobte die ordentliche und einwandfreie Kassenführung von Eva Aigner. 
Ein besonderer Ausblick auf Kommendes: die Nachbarschaftshilfe bietet ab April einen mobilen Mittagstisch an für Bürger*innen im Gemeindebereich, die sich nicht selbst mit Essen versorgen können. Nähere Infos u. Anmeldung bei Heide Kramer unter 09407/3895. 
20 Warmhalteboxen wurden dafür dankenderweise von der Landrätin Tanja Schweiger und der Leiterin der Freiwilligenagentur, Gaby von Rhein, kurz vor der Versammlung u.a. an Heide Kramer überreicht. 
Hans-Peter Semmler bedankte sich zum Abschluss u.a. auch bei der „Wenzenbacher Bild-Zeitung“ Hans Graml, der die Wenzenbacher Social-Media-Kanäle bereitstellt, denn diese nutzt er sehr gerne für die Öffentlichkeitsarbeit.
Schluss war nach 1,5 Stunden und es wurde zu einem kleinen Brotzeit-Buffet geladen, an dem sich die Anwesenden zur Entlastung der Vereinskasse mit einer Spende beteiligten. 
Wer sich näher über die Arbeit des Vereins und des Reparaturtreffs informieren möchte, findet unter www.nachbarschaftshilfe-wenzenbach.de alle Informationen und anschauliche Bilder.

Text: Birgit Fuchs
Bilder: Paula Semmler

 

Das Protokoll der diesjährigen Versammlung gibt es hier