Über 750 Stunden für die Mitbürger da

Nachbarschaftshilfe zieht Bilanz – Fahrdienst und Kinderbetreuung am stärksten nachgefragt

Jeder kann einmal in die Lage kommen, Hilfe zu benötigen. Ein kompetenter Ansprechpartner ist dafür in Wenzenbach die Nachbarschaftshilfe.

Vorsitzender Hans-Peter Semmler begrüßte am 23.01. zur Helferversammlung im Gasthaus Gambachtal 26 Helfer*innen.

Er dankte insbesondere den Koordinatorinnen Hildegard Nirschl, Annemarie Uhlirsch und Gerhard Grüner und den Vorstandsmitgliedern, die unermüdlich für den Nachbarschaftshilfeverein im Einsatz sind.

Dank gebührt allen Helferinnen, die insgesamt 769 Stunden Hilfe geleistet haben. Dafür waren im abgelaufenen Jahr 22 verschiedene Helferinnen im Einsatz. Falls eine Helferin nicht kann, springt eine andere ein, und wenn es gar nicht geht, springen die Koordinatorinnen selbst ein. Für sie sei es eine Herzensangelegenheit, jeden „Fall“ zu lösen, und wenn es klappt, sei es ein Glücksgefühl, so beschreiben sie ihre Arbeit.

Hans-Peter Semmler gab einen Überblick über die Einsatzstunden 2023.
Die Entlastung Angehöriger mit 262 Stunden und die Kinder- und Hausaufgabenbetreuung mit 274 Stunden hatten den größten Anteil. Für Fahrdienste wie Arzt oder Einkauf fielen 132 Stunden an. Technische Hilfen am TV / PC oder Handy folgten mit 50 Stunden. Der Rest waren Hilfen beim Schriftverkehr, im Haushalt, Garten oder persönliche Kontakte bzw. Gespräche.

Reparatur-Treff – Teil der Nachbarschaftshilfe

Das Team im Reparatur-Treff ist mittlerweile auf acht ehrenamtlich Reparierende und drei Unterstützer*innen für den organisatorischen Bereich angewachsen.

Deren Stunden sind natürlich in den 769 Stunden nicht enthalten.
Seit September gab es fünf Reparaturabende von 17:30 Uhr bis 21 Uhr. Das kommt hier noch dazu.

Das Spektrum der zu reparierenden Gegenstände ist sehr breit gefächert und reicht von der Kuckucksuhr über Haushaltsgeräte und Akkubohrer bis zum Keyboard oder Holzstuhl. Das macht die Aufgabe für die Reparateure interessant und spannend und oft auch herausfordernd.

Die Grafik (letztes Bild) zeigt, wie sich die Reparaturfälle nach Kategorien aufteilen, basierend auf 78 ausgewerteten Reparaturzetteln der ersten fünf Reparaturabende.

Klare Spitzenreiter sind Haushalts- und Elektrogeräte.

Der nächste Reparaturabend in Irlbach/Schule findet am 14 März ab 18 Uhr statt

Fotos: Karin Rangwich

 


Der Letzte Hilfe Kurs
Am Ende wissen, wie es geht.

am 01.02. von 13:30 bis 17:30 Uhr
im Sitzungssaal / Rathaus

Achtung:
Nur mit Voranmeldung unter 09407 959051

 


Bettina Callies, Vorsitzende vom Hospizverein
Bettina Callies, Vorsitzende vom Hospizverein

Reden über den TOD – ein Tabu – oder?
Hospizarbeit war das Thema einer Infoveranstaltung der Nachbarschaftshilfe. Einleitend sprach der Vorsitzende, Hans-Peter Semmler, davon, dass es in unserem Leben Momente geben kann, die uns an das „Schlimmste“ denken lassen. Zum Beispiel bei sehr alten, verunfallten oder kranken Angehörigen.
Und dann kommen die Fragen auf: „Was tun? Wie rede ich mit dem ...? Wer hilft?“
Deshalb kamen, auf Einladung der Nachbarschaftshilfe, ca. dreißig Personen ins Gasthaus Gambachtal, um sich mit dem Thema zu befassen.
Der kurzweilige Vortrag der Vorsitzenden des Hospizvereins, Bettina Callies, gab einen Überblick über die verschiedenen Aspekte der Hospizarbeit und Interessierten die Möglichkeit, die daraus resultierenden Fragen zu stellen.
Früher wurden die Menschen ins „Kammerl“ zum Sterben abgeschoben, so Bettina Callies. Heute kann man sich professionelle Hilfe durch den Hospizverein holen. Es geht dabei aber nicht um Pflegeleistungen. Nur der soziale Aspekt steht im Vordergrund.
Im Hospizhaus, z.B. im Johannes-Hospiz in Pentling, werden Menschen nur nach ärztlicher Verordnung aufgenommen. In der Regel dauert der Aufenthalt nur kürzere Zeit. Dass der Raucher dort auf Wunsch auch u. U. seine letzte Zigarette bekommt, sorgte für Schmunzeln – trotz dem ernsten Anlass.
In der „ambulanten“ Hospizarbeit ist keine ärztliche Verordnung notwendig. Es entstehen aber trotzdem keine Kosten. Diese werden durch den Verein getragen, der sich über Spenden finanziert.
In einem Beispiel erläutert: Jemand ruft beim Hospizverein an. Koordinatorin meldet sich und vereinbart einen Gesprächstermin. Nach dem Erkunden der Fakten sucht die Koordinatorin eine geeignete Hospizhelferin (es gibt fast nur weibliche). Diese begleitet dann den Sterbenden bei Besuchen (Zuhause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus) bis zum Tag X.
In diesem Prozess spielen auch die Angehörigen eine wichtige Rolle - für sie wird ein „Letzte-Hilfe-Kurs“ angeboten. Da wir alle in diese Situation geraten können, hat sich spontan die Hälfte der Anwesenden für das Thema interessiert.
Hans-Peter Semmler als Vorsitzender bekam den Auftrag sich hierfür einzusetzen und im Frühjahr einen geeigneten Raum und Termin zu finden. Dieser wird von der Nachbarschaftshilfe Wenzenbach rechtzeitig bekannt gegeben.
Näheres zum Hospizverein unter: www.hospiz-verein-regensburg.de/


Wir sammeln „alte“ Brillen
Schenken Sie ihrer Brille ein zweites Leben.
In der Gemeindebücherei (beim Rathaus) können Sie während der üblichen Öffnungszeiten alte, funktionsfähige Brillen in der Brillensammelbox der Wiederverwendung zuführen.
Weltweit landen viele Millionen funktionsfähige Brillen im Abfall, weil sie für ihre Besitzer*innen keine ausreichende Sehhilfe mehr darstellen oder ganz einfach „aus der Mode“ gekommen sind. Gleichzeitig gibt es aber auch Millionen bedürftiger Menschen, die aufgrund einer Sehbeeinträchtigung dringend eine Brille bräuchten.
Um dem entgegenzuwirken, werden die eingesammelten Brillen an die caritative Organisation „BrillenWeltweit“ weitergeleitet.
Diese Vereinigung sortiert, reinigt, prüft, vermisst, überarbeitet und registriert die Brillen und versendet sie schließlich kostenlos in Entwicklungsländer. Möglich ist das, weil „BrillenWeltweit“ hier unter anderem auch Langzeitarbeitslose einbindet, denen damit die Wiedereingliederung in das Berufsleben erleichtert werden soll.

 


 

"Haushaltsnahe Dienstleistungen" für Menschen ab Pflegestufe 1.

Dazu haben sich erfreulicherweise einige Menschen gemeldet, die hier mitmachen wollen.
Dies müssen nun erst eine 8-stündige Schulung absolvieren bevor sie tätig sein dürfen.

Wir versuchen dies in Wenzenbach für alle gemeinsam möglich zu machen und sind deshalb im Gespräch mit der Fachstelle für Demenz und Pflege, die diese Schulung durchführt.

Es ist uns gelungen für 11.12. solch eine Schulung zu initiieren.
Weitere Interessent*innen können sich gerne melden unter 09407 959051


Nachbarschaftshilfe Wenzenbach begrüßt 100stes Mitglied

 

Wir freuen uns, nun das Ehepaar V. (möchte nicht namentlich genannt werden) als einhundertstes Mitglied im Verein begrüßen zu können.

 

Den beiden ist es ein Bedürfnis, den Verein durch ihre Mitgliedschaft zu unterstützen: „Sie sind beeindruckt, was Menschen ehrenamtlich in diesem Verein leisten und so unsere Gesellschaft ein Stück besser machen.“

 

Sie selbst können leider nicht mehr mithelfen. Doch auch die ideelle Unterstützung ist von unschätzbarem Wert, da sie die Ehrenamtlichen bei ihrer Arbeit in großem Maße motiviert.